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Pfarrkirche Groß-Jedlersdorf "Klein Maria Taferl"
Pabrozinium: 4. November - St. Karl Bavromäus (Pestpatron)| 1150 | aufscheinen des Namens in Urkunden |
| 1199 | Schenkung einiger Inseln an Stift Klosterneuburg |
| 1260 | Przemysl Ottokar schlichtet Streit zwischen Alpiltowe (Leopoldau) und Urliugestorf (nach einem
Hochwasser waren Grenzstreitigkeiten um die Wanklacken ausgebrochen) |
| 1280 | Rudolf von Habsburg unterstellt Urliugestorf einem Dominikaner Frauenkloster in Tulln (bis 1782) Immer wieder Überschwemmungen und Angriffe von Feinden aus dem Osten |
| 1529 | Türken brennen Jedlersdorf nieder |
| 1538-83 | eigene Pfarre (vorher und nachher Filiale der Pfarre Kagran) |
| Mitte 17 Jhdt. Trillerkreuz (Pfeiler aus Eggenburger Sandstein mit Metallkreuz; 3,20 m hoch; zeigt Christus
am Ölberge; auch Arma von Christi Kreuz genannt) = Wahrzeichen, von denen in Wien wenige erhalten sind | |
| 1683 | Türken brennen es wieder nieder; Pest wütet (1713/14 nur mehr 37 Einwohner)
diese braunhölzerne Kappelle |
| 1776 | eigene Schule, 1. Lehrer; Johann Georg Fuchs (ist zugleich Mesner) |
| 1782 | Joseph II löst Kloster in Tulln auf ( Jedlersdorf wird von Staatsprüferadministration verwaltet |
| 1783 | eigene Pfarre von Joseph II bewilligt, 1. Pfarrer: Karl Endres |
| 1785 | Vergrößerung, Turm |
| 1782 | Entstehung von Klein-Jedlersdorf oder Jedlersdorf am Spitz |
| 1807 | Wensel Summer kauft Herrschaft über Jedlersdorf (Pfarre 1796-1803) |
| 1809 | von Franzosen niedergebrannt |
| Gnadenbild (wurde nach Brand von Katharina Dattler aufbewahrt) kommt in Kaumeliterkirche in Leopoldstadt, trotzdem weiter Wallfahrten, ab 1819 von Pfarrer Wensel Zettl von Jedlesee verwaltet | |
| 1824 | eigener Pfarrer Martin Wannemacher, holt Gnadenbild zurück |
| 1883 | Hundertjahrjubiläum |
| 1845 | Jedlersdorf am Spitz zu Pfarre Floridsdorf, 1874 zu Gemeinde Floridsdorf |
| Eröffnung der NW-Bahn ( Fabriksgebiet Neu-Jedlersdorf ( Schule und Kindergarten (1200 Schüler, 1945 durch Bomben zerstört) | |
| 1894 | Entstehung Großgemeinde Floridsdorf (aus Floridsdorf, Jedlesee, Neu-Jedlesdorf und Donaufeld) |
| 1904 | 21. Wiener Gemeindebezirk (samt Alt-Jedlersdorf) |
Pfarre Strebersdorf:
Gründung: 1.November 1939
Mutterkirche: Stammersdorf
Leitung: H.H. Edmund Hawranek (bis 1944)
1942: Kirchenglocken zur Kriegsrüstung gebraucht und abtransportiert
1944: Tod von E. Hawranek,
schwere Luftangriffe auf Strebersdorf
1945: Russische Truppen ziehen in Strebersdorf ein
1950: Hochwürden Dr. Roland Passecker wird neuer Pfarrer
1951: Kirche bekommt 4 neue Glocken
1957: Filialkirche Dirnelwiese wird gegründet
1961: Hochwürden Dr. Roland Passecker stirbt und 3 Monate später wird Josef Moser
neuer Pfarrer,
neue Pfarrkirche „Maria Königin“ wird von Erzbischof- Koadjutor Dr. Franz Jachym
geweiht (Architekt Dr. Ladislaus Hruska); Gesamtkosten ca. 6 Millionen Schilling
1963: Besuch von Erzbischof Kardinal Dr. Franz König
1970: Josef Moser resigniert und Hochwürden August Dobbek wird Pfarrer (bis heute)
1978: 900 jähriges Bestehen von Strebersdorf
1986: Besuch von Erzbischof von Wien Dr. Hans Hermann Groer
1989: Filialkirche Dirnelwiese wird von Strebersdorf abgetrennt
1991: das Pfarrheim wird fertiggestellt (Architekt Dipl. Ing. Johann Hoffmann)
Ursprung der Pfarre Stammersdorf
Kurz-Chronik:
Der Name Pfarre Stammersdorf finden wir nicht nur in Originalurkunden von den Jahren 1352 und
1355, sondern auch in älteren Protokollen.
1713 ließ die Gräfin Antonia Renata von Bouquoy die Loretto-Kapelle erbauen, weil sie der Pest, die gerade im Land war, entkommen ist.
Die Kapelle wurde nach dem Vorbild der Loretto- Kapelle bei Anonca in Italien erbaut. Die Steine dieser Kapelle sollen, was geschichtlich nicht ganz erwiesen ist, von dem Geburtshaus von Maria von Nazareth stammen, und von Kreuzrittern mitgebracht worden sein.
Die Marienstatue auf dem Hochaltar gleicht ebenfalls stark dem italienischen Vorbild.
In dieser Gegend gab es damals bereits drei Kapellen, über die heute allerdings nur sehr wenig mehr bekannt ist.
1779 wurde die Kapelle vom Leibarzt von Maria Theresia, Freiherrn von Störck, zu einer Kirche ausgebaut.
1877 ließ der damalige Pfarrer, Vinzenz Wenhar, den Turm bauen.
1783 wurde Jedlesee eine eigene Pfarre. Franz Jakob Liesneck war der erste Lokalkaplan. Straßennamen in Jedlesee erinnern daran: seit 1901 Staßenverbindung nach pfarrer Wenhart benannt. Seit 1909 Ließneckgasse
Besonderheiten: Überschwemmungen: Zwischen 1012 und 1900 gab es insgesamt 92 schwere Überschwemmungen mit zum Teil verheerenden Folgen. Daher wurde der heilige Nepomuk (= Schutzherr aller Brücken und Patron aller elementaren Not, und zwar des Wassers, Geratene) hier besonders verehrt und 1734 sogar eine eigene Kapelle gestiftet. Heute noch erinnert eine Statue auf dem Lorettoplatz daran.
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St. Jacobs (Floridsdorf):
1.Gründung:
a) Fertigstellung der Kirche am 10.4.1836,
Mutterkirche: Stift Klosterneuburg
b) lange Zeit wurde keine Kirche gestattet, es gab ein Bethaus zu privaten Andacht,
1936: Neubau zum 100 jährigen Jubiläum
1938: alte Jakobskirche wurde abgerissen
c)Grundsteinlegung 20.9.1936,
101 Jahre nach Grundstein der alten Jacobskirche
Generalabt Dr. Josef Kluger weihte und versenkte Grundstein, anwesend waren: Papst Pius XI, Bundeskanzler Kurt Schusschnigg, Bürgermeister Richard Schmitz
d) Architekt Kramreiter, Baumeister Amlacher, Nach Liturgischer Vorstellung von Pius Parsch
2.Besonderes:
Kirchenaustritte: mehrere Wellen der Kirchenaustritte:
a)1922-29; Höhepunkt 1927; politisch motiviert von der Freidenkerbewegung der Sozialdemokraten organisiert
b)1938-41; Höhepunkt 1938/39
Sowie ständig steigende Kirchenaustritte in den letzten 15 Jahren
In der NS- Zeit traten über 3000 Leute aus der Kirche aus (davor 2790 in den Jahren 1938/39)
4.Chronik:
a)Politik:
1848: einzige echte Revolution in unserem Lande; auf Grund einer ministerial Verfassung von April 1848 schritten auch die Floridsdorfer zur Gründung einer Nationalpfarre
1. Weltkrieg: alle Kirchenglocken und 63 Orgelpfeifen wurden eingeschmolzen
Am Tag der Gründung der 1. Republik am 12.November 1918 wurden die Pfarrer verpflichtet folgendes von der Kanzel zu verlesen: " Die Gläubige sind entsprechend aufzuklären und zur unbedingten Treue dem nun rechtsmäßigen Staat Dt.-Ö. anzuhalten".
1934: ab 1.Mai 1934 sicherte sich die Kirche ein geordnetes Verhältnis zum Staat:
kirchliches Eherechte für Katholiken wurde auch zum staatlichen Eherecht, sodaß Verheiratung nach Scheidung nicht möglich war
Religionsunterricht wurde gesichert
Kirchenführung begrüßte die Staatsform des Standestaates "Katholizität mußte nachgewiesen werden, oft wurde eine Bestätigung über den Besuch der Sonntagsmesse
ab 1934 viele Kirchenwiedereintritte
1938 wieder viele ausgetreten
2. Weltkrieg: Nationalsozialisten besetzten Stift Klosterneuburg ( Chorherren mußten Stift verlassen. Pius Parsch verwendete die Pfarre Floridsdorf als Exil.
Am 15.2.1943 wurde Pfarrhof zerbomt
1940-45 Fromleichnamsprozession außerhalb der Kirche verboten
b)Katastrophen:
1848-1887: stets wiederkehrende Überschwemmungen als Folge des starkem Eisgangs, der damals noch nicht regulierten Donau
1872-73: hatte die Blattern- bzw. Choleraepidemien ein starkes Ansteigen der Todesfälle zur Folge